Bangladesh: Solidarität mit dem Kampf der Textilarbeiter*innen

Das kapitalistische System beutet die Arbeitskarft aus, um Gewinn zu machen, und eines der Zentren der globalen Ausbeutung ist Bangladesh. In diesem Land, das nach China der zweitgrößte Exporteur der Bekleidungsindustrie ist, werden Textilien für viele der weltweiten Kleidermarken hergestellt. Die Arbeiter*innen leiden unter schlechten Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen und sind gezwungen zu niedrigsten Löhnen zu arbeiten.

Aktuell liegt das Mindesteinkommen auch angesichts langer Werktage nur bei umgerechnet 54 Euro im Monat. Verschiedene Branchengewerkschaften fordern daher eine Anhebung des monatlichen Mindestlohns auf 162 Euro. Bei einer Verhandlung Anfang Juli gab es jedoch keine Ergebnisse, da die führenden Bekleidungsunternehmen die Forderung als „unmöglich“ zurückweisen. Ein erneuter Vorschlag für einen Mindestlohn wurde auf den 16.07. vertagt.

In den Wochen zuvor hatten die Textilarbeiter*innen für höhere Löhne demonstriert, wobei unter anderem auch die Nationale Textilarbeiter*innen-Föderation (NGWF) gemeinsam mit anderen Gewerkschaften auf die Straße ging. Am gleichen Tag hatten auch Arbeiter*innen eines Bekleidungsunternehmens gestreikt, denen ihr Lohn vorenthalten wurde. Die Arbeiter*innen der Firma „Gold Star Design“ hatten bereits vor einigen Monaten Probleme mit der Entlohnung, konnten aber die Chefs dazu bringen ihre Einkommen auszuzahlen. Daraufhin wurde das Werk jedoch geschlossen und die Arbeiter*innen sich selbst überlassen. Doch diese waren nicht bereit einfach Ruhe zu geben und hatten daher am 10.07. fast eine Stunde lang eine Hauptstraße blockiert, bevor sie von der Polizei vertrieben wurden.

Das Sekretariat der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation erklärt sich nun solidarisch mit diesem Kampf. In Ablehnung von Chefs, welche sich an der Arbeit anderer bereichern, informiert die IAA rund um den Globus über die Ziele des Anarchosyndikalismus, damit es eines Tages keine Chefs mehr geben und die Wirtschaft vergesellschaftet, kollektiviert und von den Arbeiter*innen und Kommunen selbstverwaltet betrieben wird.

Schluss damit, die Chefs um Krümel zu bitten – wir wollen die ganze Bäckerei!
Schritt für Schritt zur Sozialen Revolution!
Weg mit der Ausbeutung: Organisierung und Widerstand!

Quelle:
http://www.iwa-ait.org/content/solidarity-garment-workers-struggle-bangladesh

Übersetzung: ASN Köln
CreativeCommons: BY-NC (anarchosyndikalismus.blogsport.de)