USA: Solidarität statt Kriegstreiberei

Die Basisgewerkschaft „Workers Solidarity Alliance“ (WSA) hat Ende Januar 2020 eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die politisch motivierte Ermordung des iranischen Generals Qassim Soleimani durch einen Drohnenangriff im Irak auf Befehl von US-Präsident Donald Trump ebenso verurteilt, wie die anhaltend kriegstreiberische und unberechenbare Außenpolitik der Regierung Trump.

Die WSA erklärt sich solidarisch mit den Arbeiter*innen und Armen in Iran und Irak, die infolge dieses Anschlags einer erhöhten Unsicherheit und Kriegsdrohung ausgesetzt sind. Die US-amerikanischen Gewerkschafter*innen drücken ebenfalls ihr Mitgefühl und Beileid für all jene aus, die unter dieser angespannten Lage leiden müssen.

Workers Solidarity Alliance - WSAAuch stehen sie in Gegnerschaft zum Militarismus der USA und ihres rassistischen Kolonialismus. Dieser politische Mord zeigt, dass Teile der Trump-Regierung bereit sind, einen Ausbruch weiterer Gewalt zu riskieren, in der Hoffnung dadurch eine chauvinistische Unterstützung durch ihre Anhänger*innen anzufeuern und dabei von der politischen Krise im eigenen Land abzulenken.

Die Trump-Regierung behauptet zwar, dass die Hinrichtung des iranischen Sondereinheiten-Generals dazu gedient hat, einen „unmittelbar bevorstehenden“ Angriff auf amerikanische und europäische Leben zu verhindern. Aber es wurde bisher kein Beweis dafür vorgelegt, das dies der Wahrheit entspricht. Tatsächlich sieht alles danach aus, als ob es überhaupt keine Beweise gäbe, dass dieser Angriff nötig gewesen sei.

Außeminister Mike Pompeo, der zu den führenden Stimmen derjenigen gehört, die diese aggressive Handlung verteidigen und die Behauptung eines abgewehrten Angriffs verbreiten, hat sogar selbst ausdrücklich zugegeben, dass in seiner Amtszeit als CIA-Direktor gelogen, getrickst und geklaut wurde. Und nun soll die amerikanische Öffentlichkeit seinen Worten Glauben schenken.

Als Arbeiter*innen lehnen die WSA-Mitglieder voller Wut den Krieg und die US-Besatzungspolitik ab, sowie die Verbreitung von Angst und Schrecken durch diese Regierung, welche keine Rücksicht auf bedrohte Menschenleben nimmt. Sie setzten sich stattdessen voller Hoffung für eine Welt ein, in der die Arbeiter*innen und die Armen nicht länger das Bauern*opfer im Machtspiel der herrschenden Klasse sind, sondern stattdessen aktiv am Aufbau einer Gesellschaft teilnehmen, die auf Solidarität und Zusammenarbeit beruht.

Quelle: http://ideasandaction.info/2020/01/wsa-statement-iran/
Übersetzung: Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk – ASN Köln (CC:BY-NC)

Mehr Infos zur Workers‘ Solidarity Alliance:
https://anarchosyndikalismus.blackblogs.org/?s=WSA